Anna und Maria Ritsch schaffen Kunst an der Schnittstelle von Körper, Raum und Emotionen. Mit einer einzigartigen
Verbindung aus individueller Ausdruckskraft und gemeinsamer Kreativität erforschen sie intime und soziale Themen.
Ihre Arbeiten entstehen aus einem tiefen Vertrauen und einer intuitiven Kommunikation, die ihre künstlerische
Praxis prägt.
Wie würdet ihr euch in 5 Worten beschreiben?
Feinsinnig, neugierig, intuitiv, verspielt und humorvoll.
Wie findet ihr die Balance zwischen physischem, räumlichem und emotionalem Ausdruck in euren Arbeiten?
Uns geht es weniger um eine ‘perfekte’ Balance, sondern vielmehr darum, die Spannung zwischen diesen Aspekten zu
spüren. Was passiert, wenn der Körper plötzlich mehr Raum einnimmt, oder der Raum die Emotionen so stark formt,
dass sie körperlich spürbar werden? Diese vermeintliche Imbalance ist für uns spannend.
Wie beeinflusst eure enge Zusammenarbeit als Schwestern eure künstlerische Praxis?
Wie so oft in Familiendynamiken, haben auch wir unsere ganz eigene Art, miteinander zu kommunizieren, die auf so
vielen Ebenen unterbewusst abläuft. Es ist eine Art unterschwellige Kommunikation, die funktioniert, ohne dass wir
alles wirklich aussprechen müssen. Das gibt uns eine Freiheit und gleichzeitig eine Tiefe, die in unseren Arbeiten
immer wieder auftaucht - und es ist genau diese Mischung aus Vertrauen, Reibung und gemeinsamen Erleben, die unser
kreatives Arbeiten prägt.
Wie so oft in Familiendynamiken, haben auch wir unsere ganz eigene Art, miteinander zu kommunizieren, die auf so
vielen Ebenen unterbewusst abläuft. Es ist eine Art unterschwellige Kommunikation, die funktioniert, ohne dass wir
alles wirklich aussprechen müssen. Das gibt uns eine Freiheit und gleichzeitig eine Tiefe, die in unseren Arbeiten
immer wieder auftaucht - und es ist genau diese Mischung aus Vertrauen, Reibung und gemeinsamen Erleben, die unser
kreatives Arbeiten prägt.
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Als Schwestern zusammen zu arbeiten ist sehr ‘special’ und dafür sind wir auf jeden Fall dankbar.
Wie hat sich eure künstlerische Zusammenarbeit im Laufe der Jahre entwickelt und was bleibt eure wichtigste
Inspirationsquelle?
Unsere wichtigste Inspirationsquelle ist und bleibt das Leben selbst – der Körper, die Psyche, Beziehungen; das,
was uns beschäftigt und bewegt. Was uns interessiert, ist weniger eine fertige Antwort, sondern eher die Frage,
die noch im Raum steht. Und genau diese Spannung, das Ungewisse, ist eine Quelle für das, was wir schaffen.
In unserer Zusammenarbeit haben sich über die Jahre Dynamik, Kommunikation und Abläufe spürbar weiterentwickelt.
Alles wird mit der Zeit klarer und fließt immer besser. Manchmal arbeiten wir sehr konzeptionell, dann wieder
intuitiv. Wir geben unseren Projekten bewusst Spielraum, um uns selbst überraschen zu lassen – das
Unvorhersehbare, das im Prozess entsteht, ist oft der spannendste Teil.
Welche Rolle spielt das Konzept der ‘Haut’ als Grenze und Kontaktpunkt in eurer Arbeit?
Das Konzept der “Haut” als Grenze und Kontaktpunkt spielt in unserer Arbeit eine ganz zentrale Rolle, weil es uns
einerseits mit den physischen Aspekten des menschlichen Körpers verbindet und gleichzeitig mit den psychologischen
und sozialen Dimensionen von Intimität, Schutz und Offenheit. In unseren Arbeiten geht es oft darum, diese
Schichten zu beleuchten, um das zu finden, was dahinter steckt. Wir interessieren uns für die Frage, wie Haut als
Metapher für menschliche Beziehungen, aber auch für gesellschaftliche Strukturen genutzt werden kann.
Wie seht ihr die Rolle internationaler Ausstellungen und Kooperationen für eure Kunstentwicklung?
Internationale Ausstellungen und Kooperationen sind für uns eine wichtige Möglichkeit, unsere Perspektiven ständig
zu erweitern. Wenn wir in anderen kulturellen Kontexten arbeiten, lernen wir nicht nur viel über die Menschen und
die Kunstszene dort, sondern auch über uns selbst. Es ist spannend, die eigene Komfortzone zu verlassen und sich
neuen Herausforderungen zu stellen. Dabei wird klar, wie sehr die Welt miteinander verbunden ist – und wie
inspirierend es ist, Teil davon zu sein. Diese Erfahrungen bringen nicht nur frische Impulse für unsere Arbeiten,
sondern auch eine neue, tiefere Auseinandersetzung mit den eigenen Ideen und Prozessen.
Was bedeutet #nachhaltig jungbleiben für euch?
Achtsam, in Bewegung im Moment sein.
#Nachhaltig jungbleiben bedeutet für uns kreativ und offen zu bleiben – neugierig auf neue Ideen, Perspektiven und
Erfahrungen. Es bedeutet, eine Haltung zu bewahren, die es erlaubt, sich ständig weiterzuentwickeln, ohne in
Gewohnheiten oder festen Denkmustern stecken zu bleiben. Es geht für uns um die Fähigkeit, immer wieder mit
frischen Augen auf die Welt und auf die eigene Arbeit zu schauen.
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